Was kommt von Herzen? 54

Was kommt von Herzen?

Im „Deutschlandradio“ kommentierte der Journalist Eckhard Fuhr, Feuilletonchef der „Welt“, am 07. Juni 2005 Merkels Ich will Deutschland dienen“-Töne: Es handele sich „fast schon um ein Gelübde“, meinte er, und gehe „jedenfalls rhetorisch über das hinaus, was in diesem Land seit einiger Zeit der patriotische Ton ist“. Es dränge sich der Eindruck auf, hier bekunde eine Frau, sie wolle „ihrem Land dienen wie die Heilige Johanna“. Fuhr weiter. „Feststellen lässt sich zumindest, dass solche Redeweise heute niemanden mehr verschreckt und dass sie auch nicht mehr als hoffnungslos veraltet gilt.“

„Kommt Merkels ,Patriotismus‘ von Herzen?“, fragt Prof. Langguth.

Manches ist vom US-Wahlkampf abgekupfert. „Als Angela Merkel am 30. Mai die erste Kanzlerkandidatin der Bundesrepublik wurde, stand sie mit einem Stapel Blättern leicht verloren vor einem Wald aus Mikrofonen. Ihre Worte klangen deutlich abgelesener — aber genauso patriotisch wie die des Kriegshelden Kerry: ,Ich will Deutschland dienen‘.“ („Cicero“, online, 24. August 2005).

Auch mit ihrer Ankündigung eines Widerstandes gegen die Vollmitgliedschaft der Türkei in der Europäischen Union hat Angela Merkel bei rechten Deutschen (und weit darüber hinaus) sozusagen punkten können. „ Ich bin bekanntermaßen gegen eine Mitgliedschaft der Türken in der EU . . . Eine Mitgliedschaft würde die EU auf absehbare Zeit überfordern.“ So ließ sie sich im Gespräch mit Müller-Vogg 2005 ein.

Boysen: „Angela Merkel begibt sich hier in Opposition zur Position der USA; die innenpolitische Wirkung ihrer Aussage zählt in diesem Fall mehr als die sonst viel beschworene Bündnistreue.“

Andererseits sitzt auf Betreiben Merkels seit Ende 2004 Emine Demirbüken im CDU-Bundesvorstand. Sie ist türkisch-deutsche Doppelstaatsbürgerin muslimischen Glaubens.

Die „taz“ schlagzeilte zu ihrer Wahl in die Führung der Christdemokraten: „Union installiert Multikulti.“

In der „BZ“ lautete die Schlagzeile: „Multi-Kulti-Merkel“

Und im Internet erwärmte sich die „turkish gay & lesbian community“ für Demirbüken mit den Worten: „Sie wirbt offen für den EU-Beitritt der Türkei und wandte sich entschieden gegen die in der Union diskutierte Unterschriftenaktion gegen den Beitritt. Außerdem setzt sie sich für Islamunterricht in deutscher Sprache ein. Sie ist gläubige Muslimin und mit dem evangelischen CDU-Baustadtrat Michael Wegner verheiratet. Die Tochter Serafina wollen die Eheleute nach eigenen Angaben in beiden Religionen erziehen.“

„Für mich ist die doppelte Staatsbürgerschaft eine Selbstverständlichkeit“, betonte die CDU-Türkin am 21. November 1997 in einem Interview mit der „Zeit“.

Am 09. September 2001 warb Demirbüken im EKD-Blatt „Chrismon“ zusammen mit Paul Spiegel vom Zentralrat der Juden für noch mehr Multikulti in Deutschland. Sie bekundete: „Ich werde oft mit der Angst konfrontiert, es gäbe zu viele Ausländer. In Berlin gibt es 13,1 % Menschen ausländischer Herkunft. Das heißt: 87 % sind Deutsche. Wie können 87 Prozent behaupten, dass 13 % zu viel sind?“

Im „Chrismon“-Gespräch entwickelte Merkels Türkin auch eine Zukunftsvision: „Ich wünsche mir, dass im Sozialamt Mutter Meier durch eine Afrikanerin ihre Sozialhilfeleistung bezieht oder ein Türke im Bauamt in höchster Position sitzt . . . Warum kann eine Tagesschau-Sprecherin nicht türkischstämmig sein? Das wäre der Alltag, den ich mir für die Zukunft wünsche.“

Emine Demirbüken wurde 1961 in Kilis / Türkei geboren. Ihr Vater kam Ende der 60er-Jahre als Gastarbeiter her und holte die Familie nach. Von 1977 bis 1979 besuchte sie ein Gymnasium in Istanbul. Nach der Studienzeit an der TU Berlin wurde sie Anfang der 80er-Jahre als Sozialarbeiterin in Berlin tätig und kam zeitweise als Mitarbeiterin des Senders Freies Berlin unter. Sie ist die dienstälteste Ausländerbeauftragte Berlins (seit 1988 in Schöneberg, seit 2001 für Tempelhof-Schöneberg zuständig). Seit 1992 hat sie den Doppelpass. Von 1990 bis 1999 war Demirbüken Sprecherin des Türkischen Bundes in Berlin-Brandenburg e.V., von 1995 bis 1997 Pressesprecherin der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V., 1997/98 Vorstandsmitglied der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. 1994 wurde sie Vorstandsmitglied und Pressesprecherin des „Büros gegen ethnische Diskriminierungen in Berlin-Brandenburg“. Seit 2000 gehört sie dem Vorstand des „Bundes gegen ethnische Diskriminierung in Deutschland e.V.“ an. Der CDU hat sie sich 1995 angeschlossen. Seit 2002 ist sie Landesvorstandsmitglied der Berliner Christdemokraten. Auf dem Bundesparteitag im Dezember 2004 kam sie dann als Wunschkandidatin Merkels in den CDU-Bundesvorstand.

Angela Merkel im Gespräch mit Müller-Vogg über die Türken in Deutschland als „zusätzliches Wählerpotenzial“: „In der Tat können wir in großen Teilen der türkischstämmigen Bevölkerung eine Tendenz feststellen, SPD oder Grüne zu wählen. Da gibt es aber auch einen recht regen Mittelstand. Hier wiederum hat eine Partei mit konservativen Wurzeln durchaus gute Ansatzpunkte . . . Jedenfalls sollten wir uns um die Integration der türkischstämmigen Bevölkerung kümmern. Es würde der CDU auch gut anstehen, wenn es gelänge, einen Vertreter dieser Bevölkerungsgruppe aus unseren Reihen in den Bundestag zu bringen.“

Auch „das C“ solle „uns nicht abhalten, Gemeinsamkeiten zu entdecken“, fährt Merkel fort.

Sie nennt ein Beispiel: „Wir stehen im Gespräch mit türkischen Gruppierungen wie der moslemisch-konservativen Partei AKP des Ministerpräsidenten Erdogan. Er möchte auf alle Fälle Mitglied der Europäischen Volkspartei werden. In einem ersten Schritt hat die AKP den Beobachterstatus in der EVP erhalten.“

Zur Erläuterung: EVP, Europäische Volkspartei, ist der Zusammenschluss hauptsächlich christdemokratischer Parteien auf europäischer Ebene, der auch die CDU angehört.

Die AKP der Türkei wurzelt in der islamistisch-fundamentalistischen Volksbewegung.

Wegen des laizistisch-kemalistisch geprägten Militärs muss sie sich zusammenreißen. Sonst zögen die Generäle blank. Bevor er sich wegen der Bajonette der Militärs „wandelte“, hatte der heutige AKP-Chef und türkische Ministerpräsident Erdogan als Bürgermeister von Istanbul den Massen bei einer Kundgebung das Wort des türkischen Nationaldichters Ziya Gökalp (1876 – 1924) zugerufen: „Die Minarette sind unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme, die Moscheen unsere Kasernen, die Gläubigen unsere Soldaten.“

„51 % der Deutschen nehmen an, dass mit Frau Merkel als Bundeskanzlerin der Zuzug von Ausländern stärker als bisher begrenzt werden würde.“ (Elisabeth Noelle, Institut für Demoskopie Allensbach, „FAZ“, 17. November 2004). Wiederholt hat Merkel als Kanzlerkandidatin diesen Glauben genährt.

In dem zur Bundestagswahl 2005 erschienenen autobiographischen Buch „Mein Weg“ äußerte sie: „Wenn wir die Auswirkungen der Zuwanderung nach Deutschland in den letzten 50 oder 40 Jahren betrachten, dann fällt die Bilanz, wenn man die Sozialhilfe und alles hinzurechnet, negativ für Deutschland aus.“

Wie man Wahlkämpfe gewinnt, in dem man die Sorgen und Nöte der Bevölkerung wegen Überfremdung aufgreift und Abhilfe verspricht, konnte Angela Merkel, gerade frisch gebackene Generalsekretärin, im Februar 1999 in Hessen beobachten. Dort gelang es ihrem Parteifreund Roland Koch mit einer ein Plebiszit imitierenden Unterschriften -Kampagne gegen die doppelte Staatsbürgerschaft einen fulminanten Wahlsieg zu erringen und die jahrzehntelang vorherrschenden Sozialdemokraten abzulösen. Der Koch’sche Triumph war übrigens der Auftakt zu einer ganzen Serie von CDU-Wahlerfolgen, durch die sich Merkel als Generalsekretärin das „Image“ eines „Siegertyps“ verschaffen konnte.

Auch in der Zuwandererfrage aber ergibt sich bei der Chefin der deutschen Christdemokraten ein Glaubwürdigkeitsproblem: Wie kann man einerseits einen im Inneren grenzenlosen, weit nach Osteuropa hinein ausgedehnten, ab 2007 auch noch um Bulgarien und Rumänien aufgeplusterten EU-Staat anstreben, in dem Abermillionen Fremde wegen der Freizügigkeit ohne Schranken nach Deutschland kommen dürfen, und andererseits Ausländerbegrenzung fordern?

Übrigens weist Evelyn Roll darauf hin, dass die CDU unter Merkel längst schon von Positionen abgerückt ist, von denen viele Wähler meinen, dass sie noch aufrechterhalten werden. Die Merkel-Biographin schreibt über die Pressekonferenz der CDU-Chefin mit ihrem Zuwanderungsbeauftragten Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes, am 06. November 2000: „Merkel und Müller gaben bekannt, dass die Position der CDU in Zukunft sei: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Während Parteielite und Öffentlichkeit also mit der Balgerei um diesen bescheuerten Begriff ,Leitkultur‘ abgelenkt waren, wurden in der praktischen Politik auf sensationelle Art und Weise ,unverrückbare‘ Positionen aus dem ideologischen Zeitalter geräumt.“

5 Monate später dann der nächste „Erfolg“ in dieser Richtung.

Roll: „Als Ende April des Jahres 2001 schließlich das gemeinsame Thesenpapier von CDU und CSU verabschiedet wird, kommt das so heiß und glühend umkämpfte Wort Leitkultur darin nicht mehr vor. Das fällt aber kaum noch jemandem auf. Was auffiel ist: Offenbar hat Angela Merkel jetzt sogar Stoibers CSU dazu gebracht anzuerkennen, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist.“

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„Ich will Deutschland dienen“ 53

 

„Ich will Deutschland dienen“

In der Bundesrepublik Deutschland reden etablierte Politiker in Wahlkämpfen traditionell rechter als sie regieren.

Der klassische Fall war der Wahlkampf 1972, als Willy Brandt, damals die Ikone vaterlandsloser Linksfortschrittler, für seine fulminant erfolgreiche Kampagne die Republik mit Millionen seiner Konterfeis und dem fast schon nach NPD klingenden Spruch „Deutsche, wir können stolz sein auf unser Land“ überziehen ließ.*

Ein gutes Jahrzehnt später siegte Helmut Kohl mit seinen Wendesprüchen, die meisten davon rechts (zum Beispiel die Ankündigung drastischer Verringerung der Ausländerzahl). Das Resultat allerdings war aus rechter Sicht ernüchternd.

Am 05. Dezember 2004 hieß es in der „Welt am Sonntag“ über Kohls Bilanz: „Nie war die Bundesrepublik liberaler, hedonistischer und multikultureller als in den Jahren seiner Kanzlerschaft.“ („Liberal“? Naja) Wobei man ergänzen könnte, dass Angela Merkel als Ministerin und Vizechefin der CDU zumindest rein an Jahren beinahe die Hälfte der Verkohlung mitzuverantworten hat.

Die Merkel-CDU führte den Bundestagswahlkampf 2005 streckenweise so, als wäre sie dem „Deutschlandpakt“ aus DVU und NPD beigetreten.

Am 18. September 2005 schrieb die „Berliner Morgenpost“: „Tapfer hat Angela Merkel in den letzte Monaten fast jeden Tag mehrmals die Nationalhymne gesungen, traditionell am Ende jeder Wahlkampfveranstaltung, oben auf der Bühne, im Kreis der örtlichen Honoratioren, überall in der Bundesrepublik. ,Voran mit Deutschland, voran mit unserem Vaterland!‘ hat sie jedes Mal zum Abschied gesagt. Sie sah so aus, als ob sie das verdammt ernst meinte.“**

Kaum zur Kanzlerkandidatin erhoben, hatte Angela Merkel am 30. Mai 2005 in Berlin ganz auf Vaterländisch ausgerufen: „Wir wollen, dass es Deutschland wieder besser geht. Dabei geht es nicht um Parteien, es geht nicht um Karrieren, um Er oder Ich, Er oder Sie oder wie auch immer das in diesen Tagen formuliert wird. Es geht um etwas Anderes: Wir wollen Deutschland dienen. Ich will Deutschland dienen. Deutschland kann es schaffen und gemeinsam werden wir es schaffen.“***

Mit der Ankündigung „Wir wollen die ,Ich-AGs‘ durch die ,Wir-Gesellschaft‘ ersetzen“ kam eine zusätzliche Würze an Volksgemeinschaft in diese Kanzler-kandidatinantrittsrede hinein. Und mancher nationalgesinnte EU-Kritiker wird von guter Hoffnung erfüllt worden sein, als er in Frau Merkels Ansprache des 30. Mai 2005 Folgendes vernahm: „Die Politik braucht eine neue Kultur des Zuhörens. Wir sollten zum Beispiel auch das Nein der Franzosen zur EU-Verfassung zum Anlass nehmen zu zeigen: Wir haben verstanden.“***

Tags drauf veröffentlichte die „Bild“ ein Interview mit Merkel, worin die Kanzlerin in spe bekundete: „Es wäre viel erreicht, wenn die Deutschen eines Tages wieder stolz auf ihre Leistungen und auf ihr Land sind.“

Erhebliches Medienecho erzielte die Kandidatin auch mit den rechten Parolen in ihrer Festrede 60 Jahre CDU“ am 16. Juni 2005 in Berlin.

Kostproben aus ihrem Text: „Wir sind nicht einer Ideologie verpflichtet. Wir sind nicht der politische Arm einer Klasse, einer Gruppe oder eines Einzel-Interesses . . . Lassen Sie es mich auf den Punkt bringen: Unsere Motivation heißt Deutschland … ,Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand‘, heißt es im Deutschlandlied. Dieser Gedanke ist unsere Antriebsfeder. Er ist Richtschnur unseres Handelns . . . Auch heute steht unser Land wieder an einer entscheidenden Weggabelung. Lassen Sie uns heute aber nicht zuerst mit den Schwierigkeiten unseres Landes beginnen. Lassen Sie uns anders beginnen. Mit dem Klang dieses Landes. Mit den Verheißungen, die dieser Klang bei jedem von uns auslöst. Deutschland — das verheißt Zusammenhalt. Ein Land, in dem jeder für sich und andere gibt, was er kann, und keiner fallengelassen wird, weil er nicht mehr kann . . . Wir Christdemokraten wollen die Spaltungen in unserer Gesellschaft heilen. Wir werden sie aber nur heilen können, wenn die Bürger unser Land als Schicksalsgemeinschaft — als eine Nation — begreifen. Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft. Wir brauchen ein erneuertes Bewusstsein dafür.“

Zu Beginn der letzten und heißesten Phase des Wahlkampfes äußerte Angela Merkel im Interview mit dem Magazin „Cicero“ (September 2005): „Nur mit einem Bekenntnis zum eigenen Land — zu unserer Geschichte, zu unserer Kultur und Sprache und zu den Menschen mit ihren Leistungen — können wir die Kräfte und den Zusammenhalt entwickeln, mit denen sich positiv Zukunft gestalten lässt. Erst die gemeinsame Motivation, das eigene Land voran zu bringen, schafft die Voraussetzung für den Optimismus, den Deutschland jetzt braucht. Deshalb will ich meinen Beitrag dazu leisten, dass die Deutschen in Deutschland stolz auf ihr Land sein können.“

In „Cicero“ hatte Angela Merkel im Mai 2004 sozusagen auch den Startschuss für ihre Vaterlandskampagne abgegeben. Sie bekundete in dem Kulturmagazin: „Ich bin konservativ, was Patriotismus und Heimatliebe anbelangt. Ich habe einen Stolz auf das eigene Land.“

Merkel an anderer Stelle (zit. nach Schley): „Das Made in Germany muss wieder zu unserem Markenzeichen werden.“

Gelegentlich aber schienen die Gäule mit ihr durchzugehen (bzw. ihre Ghostwriter hatten ihr des Guten zuviel eingeflüstert). So bekundete Angela Merkel in einem „stern“ -Interview, 18. November 2004: „Wir wollen anknüpfen an die großen Zeiten unseres Landes, in dem das Auto, der Computer und das Aspirin erfunden wurde.“

Auto und Aspirin, das mag ja noch angehen: sie wurden im kaiserlichen Deutschland unter Wilhelm II. entwickelt. Aber Computer und „große Zeit unseres Landes“, an die „wir anknüpfen wollen“? Vater des Computers war bekanntlich Prof. Konrad Zuse. Mit „Z 3″ schuf er den weltweit ersten echten Computer. Das war 1941. In der Hauptstadt des Großdeutschen Reiches, Berlin …

Auch die gängigen Merkel-Biographen haben „die rechte Angie“ registriert und analysiert.

Jacqueline Boysen: „Sie beschwört einen Nationalstolz, wie er weiten Teilen der westdeutschen Bevölkerung lange fremd war und plädiert dafür, ein nationales Selbstverständnis zu entwickeln.“

Nicole Schley schreibt: „,Wir arbeiten für deutsche Interessen, für unsere Arbeitnehmer in unserem Land.‘ ,Das deutsche Interesse muss von nun an das entscheidende Kriterium deutscher Politik sein.‘ So klingt die neue Angela Merkel. Das deutsche Interesse steht im Vordergrund . . . Auch außenpolitisch sollen deutsche Belange in den Vordergrund gerückt werden.“****

„Welche Bilanz würden Sie den Deutschen bei der Bundestagswahl 2009 gern präsentieren?“, fragte Hugo Müller-Vogg die CDU-Kanzlerkandidat 2005.

Merkels Antwort: „Dass alle — vom Pförtner bis zum potenziellen Nobelpreisträger — das Gefühl haben, es lohnt sich, in diesem Land und für dieses Land zu arbeiten. Dass die Menschen wieder stolz sind auf Deutschland, das ist mein Ziel.“

Wie aber soll sich das alles vertragen beispielsweise mit der Merkel’schen Absage an eigene deutsche Wege in der Außenpolitik, mit ihren Bekenntnissen zu einem „Europa“, in dem Deutschland völlig eingeschmolzen wird, es keine Souveränität mehr hat, wie mit ihrem ständigen Sühnen und Büßen für die Hitlerzeit?


* Es ist schon erstaunlich, daß man mit nur 8 Worten, so viel Unsinn an den Mann oder die Frau bringen kann, denn echte Deutsche können auf solch eine aufgezwungene Staatssimulation niemals stolz sein – zumal schon das Sprichwort sagt: „Dummheit und Stolz, wachsen auf einem Holz“.

** Ja, so sehen sie immer aus, wenn sie dem Volk irgendwelche Märchen erzählen.

*** Es sind immer wieder dieselben verlogene Phrasen, eigenartiger Weise werden sie immer wieder geglaubt, für mich jedenfalls ein rätselhaftes bzw. unerklärliches Phänomen.

**** Es ist doch interessant zu sehen, welche praktische Politik ihren hehren Worten dann folgte, nun, wie ich schon des Öfteren in diesem Forum zu Protokoll gegeben habe: Es ist eigentlich ganz einfach, von allem, was Frau Merkel (und wahrlich nicht nur sie) gesprochen hat, ist genau das Gegenteil die Wahrheit bzw. Realität.

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd.“  – Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck

 

Die Macht der „Elite-Netzwerke“ 52

Die Macht der „Elite-Netzwerke“

Bei Zieglers Berliner „Welcome Back“ für Friedman zugegen war übrigens auch Kai Diekmann, Chefredakteur der „Bild“-Zeitung aus dem Hause Springer. Womit sich der Kreis schließt.

Merkels devote Haltung gegenüber Friede Springer, wie sie in der Sache Hohmann zum Ausdruck kam, dürfte folgenden Hintergrund haben:

Ohne die massive propagandistische Schützenhilfe des Springer-Konzerns wäre sie kaum kanzlerabel geworden. Organe des Hauses wie „Bild“ und „Welt“ haben sie regelrecht hochgeschrieben — bis hin zum mächtigen Merkel-Titelseitenbild in der „Bild“ mit der Mega-Schlagzeile „Miss Germany“ am letzten Tag des Schröder’schen Widerstandes gegen sie als Kanzlerin nach der Bundestagswahl 2005.

Immer wenn Merkel demoskopisch tief hinunter ins Souterrain gerutscht war, beispielsweise infolge ihrer Befürwortung einer deutschen Beteiligung am Bush-Krieg gegen den Irak, betätigten sich die Springer-Medien als hilfreiche Keller-Geister.

So geschah es auch unmittelbar vor dem Urnengang am 18. September 2005, als sich „Miss Germanys“ Umfragewerte im Sinkflug befanden und die Springer-Meinungsmacher eine Bruchlandung ihrer Wunschkandidatin nur unter Aufbietung aller Schikanen von Volksaufklärung und Propaganda verhindern konnten.

Neben Friede Springer hat mit Elisabeth („Liz“) Mohn vom Bertelsmann-Konzern eine weitere „Medienzarin“ entscheidend zum Aufstieg Angela Merkels an die oberste Politspitze Deutschlands beigetragen. Eine byzantinistische Hymne auf Angela Merkel, die Frau Mohn 2004 von sich gab und in den ihr hörigen Medien verbreiten ließ, wirkte wie der Auftakt eines ganzen Stakkatos an Hosiannas für die Führerin der Christdemokraten in Presse, Funk und Fernsehen.

Wenn man nicht so weit gehen will zu sagen, die Kanzlerin Merkel sei Friede Springers und Mohns „Geschöpf“, so besteht doch zumindest daran kein Zweifel, dass die von den beiden Medienhäusern gesponserte Propaganda der CDU-Chefin jenes Quäntchen an Vorsprung vor Schröder gesichert hat, das letztlich kriegsentscheidend war.

Jahrzehntelang hat der Bertelsmann-Konzern vor lauter Bewältigung der NS-Vergangenheiten anderer Kreise und des deutschen Volkes ganz „vergessen“, dass man mit sich selbst zuerst ins Reine kommen sollte. Denn all die Storys des Verlages, man sei im 3. Reich widerspenstig, wenn nicht widerständlerisch gewesen, waren Märchen.

Bertelsmann unter der Verlegerfamilie Mohn war im 3. Reich obenauf und umsatzstark, vor allem mit Kriegsliteratur und Feldausgaben für die Wehrmacht.

Merkel-Förderin Liz Mohn geb. Beckmann wiederum hat auf eine dem Lebensweg der Friede Springer nicht unähnliche Weise reüssieren können: Als 17-jährige wurde sie, eigentlich Zahnarzthelferin, 1958 Telefonistin bei Bertelsmann und bald darauf Geliebte des 2 Jahrzehnte älteren, verheirateten Konzernchefs Reinhard Mohn. Er brachte sie in einer „Park-Ehe“ mit einem Verlagsangestellten unter. Erst 1982 schloss der Bertelsmannboss offiziell die Ehe mit ihr. Mohn legte die Führung des Unternehmens nominell nach und nach in ihre Hände.

Insbesondere über die Bertelsmann-Stiftung, die 57 % der Aktien am Grundkapital der Bertelsmann AG hält, dem fünftgrößten Medienkonzern der Welt, übt das aus Gütersloh in Westfalen stammende Unternehmen eine geradezu unheimliche Hintergrundmacht in Deutschland aus.

Die Bertelsmann-Stiftung wirke „auf undurchsichtige Weise an fast allen bedeutsamen sozial- und bildungspolitischen Reformen und sicherheitspolitischen Entscheidungen mit“, analysieren die Journalisten Frank Böckelmann und Hersch Fischler in ihrem 2004 erschienenen Buch „Bertelsmann — Hinter der Fassade des Medienimperiums“.

In den maßgeblichen Gremien gehe „nichts mehr ohne Bertelsmann“.

„Hier entscheiden Elite-Netzwerke aus Parteien und Konzernen darüber, welche Probleme vordringlich und welche Lösungen akzeptabel sind. Die Repräsentanten des staatlich protegierten Bertelsmann-Konzerns sind als Akteure der Wirtschaft dabei.“

In den „Elite-Netzwerken“, für die die Bertelsmann-Stiftung typisch und unter denen sie das absolute Schwergewicht sei, werde ein „Vorab-Konsens“ geschaffen. Der politische Streit der etablierten Parteien reduziere sich dann „nur noch auf Nuancen“.

„Das Wahlvolk soll möglichst von allen historisch wichtigen Entscheidungen entlastet werden. Wichtige Fragen sind heute gerade dadurch gekennzeichnet, dass über sie nicht abgestimmt wird.“

Böckelmann weiter: „Die politische Klasse stimmt sich in den Elite-Netzwerken erst einmal über das Mögliche und Durchsetzbare ab, bevor das Ringen um öffentliche Zustimmung beginnt. Der Bevölkerung soll ja die Logik der globalen Ökonomie beigebracht werden, aber zu dieser selbstlosen Lernleistung ist sie nur bis zu einem bestimmten Grad imstande. Die Schritte der Anpassung an die globale Wettbewerbslogik werden immer unpopulärer, sind kaum noch zu ,vermitteln‘. Die Parteien haben enorme Selbstdarstellungsprobleme. Und in dieser Lage bewähren sich solche Einrichtungen wie die Bertelsmann-Stiftung.“ Sie übernehme die „Rolle einer übergeordneten nationalen Vormundschaft“.

Böckelmann fährt fort: „Die Politiker, die hier eingebunden werden, haben der Bertelsmann-Stiftung viel zu verdanken.“

Es komme eine Entwicklung im „Prozess der Globalisierung“ zum Ausdruck, bei der „internationale Elite-Netzwerke, deren Tätigkeit nicht im klassischen Sinne politisch legitimiert ist, immer mehr an Einfluss gewinnen“

Jeder Bundesbürger über 15 Jahre verbringe durchschnittlich pro Tag eine Stunde mit der Nutzung von Bertelsmann-Produkten, in allen bedeutsamen sozial-, bildungs- und sicherheitspolitischen Gremien würden die Gutachter der Bertelsmann-Stiftung sitzen, wobei „die meisten einschlägigen Entscheidungen ihre Handschrift erkennen lassen“. Man gelange zu dem Schluss, dass Bertelsmann „eine deutsche und europäische Großmacht“ sei. Wer nicht mitmache, den treffe die Keule des „Populismus“-Vorwurfs.

Doch das Unbehagen wachse. Böckelmann: „Die Leute spüren, dass fast alles, was sie bei Sabine Christiansen hören und auf den Meinungsseiten der großen Blätter lesen, in gewisser Weise vorsortiert und aufeinander abgestimmt ist und im gemeinsamen Kielwasser kreist. Es kommt einem alles unendlich bekannt vor. Und daraus erwachsen Politikmüdigkeit und Parteienverdrossenheit. Die an den Elite-Netzwerken beteiligten Konzerne und Parteien werden als monolithischer Block wahrgenommen. Das erhöht die Chancen von Protestparteien linker und rechter Couleur und außerparlamentarischer Oppositionen neuen Stils“.

Es sei ja eben kennzeichnend beispielsweise für die „Rechtsaußen“, dass sie zu den „Nichteingebundenen“ gehören.

Evelyn Roll’s Systemkritik ähnelt der Böckelmann’schen.

Die Merkel-Biographin schreibt: „Mit der parlamentarischen, repräsentativen Demokratie des deutschen Grundgesetzes von 1949 hat das, was heute in der Bundesrepublik Deutschland geboten wird, nicht mehr viel zu tun . . . . Gar nichts mehr wird im deutschen Parlament, im Plenarsaal und in den Gremien, alles vorher in außerparlamentarischen Kommissionen und Räten verhandelt oder gleich per Dekret im Interview, bei Sabine Christiansen, im inszenierten Politereignis und in symbolischen Bildern, die das politische Handeln mehr und mehr ersetzen . . . Die Pervertierung des parlamentarisch-repräsentativen Systems zum medial-präsentativen System der Ereignisdemokratie, der Übergang der Parteiendemokratie zur Telekratie, hat sich schleichend vollzogen.“

Und davon hat niemand mehr profitiert als Angela Merkel. Mehr auch noch als Gerhard Schröder, der „,Bild‘ und ‚Glotze'“ fast zum A und 0 der Macht und des Machterhalts erklärt hat.

„Die Deutschen humanisieren“ 51

„Die Deutschen humanisieren“

Im November 2003 war Friedman erstmals nach Auffliegen seines Huren- und Kokain- Skandals wieder auf dem Bildschirm bei einer Talkshow aufgetaucht.

Die mit Merkel befreundete Sabine Christiansen (TV 21 GmbH) hatte es möglich gemacht.

Am 03. November 2003 meldete die „Berliner Zeitung“: „Die TV-Firma AVE hat die Friedman-Talks produziert und steht auch für dessen Comeback bereit.“

Beim Chef der AVE Film- und Fernsehproduktion, einer Tochter der Holtzbrinck-Gruppe, handelt es sich um Walid Nakschbandi. Der Friedman-Spezi ist aus dem Orient nach Deutschland gekommen. Welche Gedanken den in Afghanistan geborenen Nakschbandi beflügeln, wird in seinem am 19. September 2000 von der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Weltmeister der Augenwischerei — Wie die Ausländer die deutsche Gesellschaft verändern“ deutlich.

Darin schrieb der Friedman-Fan an die Adresse der Deutschen gerichtet: „Fragwürdig, dumm und lächerlich-gefährlich ist es, was Ihr von Euch gebt, wenn Menschen geschlagen, erniedrigt und ermordet werden. Ihr seid Weltmeister der Augenwischerei und des Vertuschens und könnt auf jede Melodie ,Nie wieder‘ singen. Doch in Euren Herzen und in den Köpfen ist offensichtlich das ,Immer wieder‘ und ,Immer mehr‘ eingebrannt. Lange, eine Ewigkeit lang, haben wir gedacht, Euer hilfloser Versuch, die Desavouierung und Demütigung von Menschen anderer Herkunft mit einem Betriebsunfall gleichzusetzen, sei zu treffend und klug. Wir haben geglaubt, Betriebsunfälle seien Ausnahmen und vor allem reparabel. Maschinen können nun mal auch in deutschen Fabriken versagen, dachten wir. Nun aber ist gewiss, dass Ihr als Menschen versagt habt. Es ist Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen. Schaut Euch ins Gesicht! Findet endlich — 55 Jahre nach dem 2. Weltkrieg — heraus, wer Ihr seid und warum Ihr so seid. Bekennt Euch zu Euren Neonazis, zu Euren Rechtsradikalen . . . Wir kennen Euren inneren Zustand. Dafür haben wir einen Blick und die nötige Sensibilität. Und da wir Euch kennen, werden wir uns auf Euch nicht mehr verlassen. Wir gehen unseren Weg und der ist schmerzlich und voller Dornen, aber am Ende erfolgreich. Ihr könnt uns herabsetzen, beleidigen, demütigen oder verletzen, aber Ihr werdet uns nicht los. Ihr habt nur die Chance, mit uns zu leben. Ein Leben ohne uns wird es für Euch nicht mehr geben. Die lbrahims, Stefanos, Marios, Laylas und Sorayas sind deutsche Realität. Ihr werdet es nicht verhindern können, dass bald ein türkischstämmiger Richter über Euch das Urteil fällt, ein pakistanischer Arzt Eure Krankheiten heilt, ein Tamile im Parlament Eure Gesetze mit verabschiedet und ein Bulgare der Bill Gates Eurer New Economy wird. Nicht Ihr werdet die Gesellschaft internationalisieren, modernisieren und humanisieren, sondern wir werden es tun — für Euch. Ihr seid bei diesem leidvollen Prozess lediglich Zaungäste, lästige Gaffer. Wir werden die deutsche Gesellschaft in Ost und West verändern. Wir Ausländer.“

Die Publizistin Silke Burmester wiederum beschäftigte sich in der „taz“ vom 13. März 2004 mit der Moral derart besonders Moralreicher: „Systematisch wird unter den Tisch gekehrt, dass Friedman sich wiederholt organisierter, krimineller Strukturen bediente, um seiner Sexualität mittels Zwangsprostituierter zu frönen. Dass er, der als Lebensmaxime seine Selbstbestimmung nimmt, seine Gespielinnen bei einem Menschen bestellte, der professionell Frauen ins Land schleust und diese durch Vergewaltigung, Misshandlung und Drohungen gegen deren Familie ,gefügig‘ macht. Der Mann, der sich laut einer 3875 abgehörte Anrufe umfassenden Liste der Berliner Staatsanwaltschaft,ukrainische Nymphen‘ orderte(eine in BZ-Annoncen benutzte Codierung für junge, unerfahrene Neuzugänge), ist kein Schnürsenkelverkäufer. Michel Friedman ist Dr. jur.“ Friedman habe „mit keinem Wort eingestanden, abhängige, sich in Not befindliche Frauen be- und ausgenutzt und mit Sklavenhaltern geschäftlich verkehrt zu haben“.

Burmester an die Adresse von Angela Merkel, Sabine Christiansen und Regina Ziegler: Vielleicht sollten diese einflussreichen Frauen sich mal Gedanken um die Opfer von ihrem Freund Michel Friedman machen statt um seine Karriere.“*

Bereits unmittelbar nach Auffliegen des Skandals hatte sich Merkel milde über Friedman geäußert. Seine Ankündigung eines Rückzuges von allen öffentlichen Ämtern, bei allerdings gleichzeitiger Verheißung eines Comebacks („zweite Chance“), kommentierte die CDU-Chefin laut „Bild“ vom 09. Juli 2003 mit den Worten: „Herr Friedman hat sich zu seinen Fehlern bekannt und daraus seine Konsequenzen gezogen. Seine Entscheidung verdient unseren Respekt.”**

Die nähere Bekanntschaft zwischen Angela Merkel und Michel Friedman rührt her von gemeinsamen Zeiten im CDU-Bundesvorstand. Während sie als stellvertretende Partei-vorsitzende amtierte, gehörte der jüdische Funktionär von 1994 bis 1996 diesem Führungsgremien der Christdemokraten an. Im September 1995 wurde Friedman Mitglied des Bundesausschusses Medienpolitik der CDU, 1997 Mitglied des CDU-Bundesfachausschusses für Kultur. 1999, inzwischen fungierte Merkel als Generalsekretärin der Partei, machte ihr Intimus Peter Müller, christdemokratischer Ministerpräsident an der Saar, Friedman zum Chef seiner Stabsstelle für Kultur und Europafragen.

Am 01. November 2004 brachte die „Frankfurter Rundschau“ einen Bericht über Friedman, den Zweitchanceler, in dem es hieß: „Er pafft heftig an der Zigarre. Rauch kräuselt sich. Er bleibt in der CDU, weil er ihr nicht den Triumph gönnen möchte, sie zu verlassen. ,Heute würde ich nicht mehr in eine Partei eintreten.‘ Obwohl es ihm doch Respekt abnötigte, als die CDU-Chefin Merkel und der bayerische Innenminister Beckstein bei Friedmans großer ,Welcome back!‘ -Party in Berlin auftauchten.“


* Dieser Frau kann ich nur von ganzem Herzen zustimmen, ob jedoch eine Frau Merkel (selbst in jungen Jahren) bei diesen Menschenhändlern überhaupt gefragt gewesen wäre, will ich an dieser Stelle mal offenlassen, denn da muß man ja bekanntlich ein gewisses Aussehen mitbringen.

Erschreckend bei diesem Thema ist für mich jedoch, daß diese 3 genannten Frauen (sic) überhaupt kein Mitleid für die armen, geschundenen, gequälten, erniedrigten und entrechteten Mädchen und Frauen empfinden, sondern dieses lieber diesem skrupellosen Typ zukommen lassen.

Wenn ich in diesem Zusammenhang an die „Fälle“ Hohmann, Stolz oder Zündel denke, dann könnte ich vor Wut gut und gerne als HB-Männchen unterwegs sein, gleichwohl ja die Wut bekanntlich ein schlechter Ratgeber ist.

** Ach ja, ich wüßte nicht, was daran respektwürdig sein sollte, denn nach diesem abscheulichen, rücksichtslosen und menschenverachtenden Taten wäre es sicherlich besser gewesen, wenn er die Öffentlichkeit nicht mehr mit seinen arroganten und zum Teil provozierenden Auftritten belästigt hätte.

Der Rauswurf und das „Welcome“ 50

Der Rauswurf und das „Welcome“

Jüdisch-israelische Kreise jedenfalls haben Rund-um-die-Uhr-Gehör bei Friede Springer und Friede Springer ihrerseits hat Rund-um-die-Uhr-Gehör bei Angela Merkel.  Und davon machte sie auch in Sachen Hohmann Gebrauch.

Merkel-Biograph Langguth: „Der eigentliche Grund für die Veränderung der Position Merkels im Falle Hohmann dürfte gewesen sein, dass sie den öffentlichen wie nichtöffentlichen Druck unterschätzt hatte. Nicht zuletzt dürfte in dieser Frage Friede Springer, Mehrheitsaktionärin des Axel Springer Verlages, einen großen Einfluss auf Angela Merkel ausgeübt haben. Zwischen beiden Frauen gibt es einen freundschaftlichen Kontakt.“

Weitere Einzelheiten lasen sich im „Handelsblatt“ am 08. Mai 2005 wie folgt: „Als die CDU-Chefin im November 2003 zögert, Martin Hohmann wegen dessen weithin als antisemitisch empfundenen Äußerungen aus der Fraktion zu schmeißen, lässt Friede Springer sich zu ihrer Duzfreundin durchstellen und droht Konsequenzen an. Eingeschüchtert sichert Merkel zu, Hohmann zu entfernen.“*

Am 01. Dezember 2004 hatte es in einem Hintergrundbericht der evangelischen Nachrichtenagentur „idea-spektrum“** geheißen: „Doch der Zentralrat der Juden lässt nicht locker. Ebenso allen voran die Springer-Presse. Hohmann: ,Friede Springer rief bei Angela Merkel an und drohte, wenn ich nicht rausfliege, werde die Kampagne in Welt und Bild wochenlang laufen.‘ Angela Merkel knickt ein, auch nach massivem Druck durch den CSU-Chef Edmund Stoiber. Es kommt zu einem Parteiausschlussverfahren.“

„Mit einem anderen Parteimitglied ging die CDU anders um“, schrieb „idea-spektrum“ in seinem Hohmann-Bericht weiter. „Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden Michel Friedman wurde im Juli 2003 wegen illegalen Kokainbesitzes in 10 Fällen bestraft. Dass er sich Prostituierte von einer Menschenschmugglerbande besorgt hatte und damit in den Dunstkreis der organisierten Kriminalität geriet, spielte juristisch keine Rolle. Noch bevor der Prozess gegen die ukrainische Bande begann, gab es schon wenige Wochen nach dem Aufdecken seiner kriminellen Tat eine sogenannte Welcome-Back-Party. Mit dabei war Angela Merkel.“

Friedman war als Kunde im einschlägigen Milieu (Zuhälter, Dealer) unter dem Decknamen „Paolo Pinkel „ bekannt.

Neben seinem Amt als Vize Paul Spiegels im Zentralrat bekleidete er zur Tatzeit noch mehrere andere hohe Funktionen. So wirkte er auch als Präsident des Europäischen Jüdischen Kongresses.

Das kaum zu fassende niedrige Strafmaß gegen ihn belief sich auf 150 Tagessätze je 116 €. Insgesamt musste Pinkel / Friedman 17 400 € an Strafe für seine Kokaindelikte zahlen. Hierbei wurde von einem monatlichen Nettoeinkommen des Delinquenten in Höhe von 3480 Euro ausgegangen.

Aus Anlass der bereits erwähnten Rückkehr-Fete, veranstaltet nur kurze Zeit nach der Verurteilung per Strafbefehl, äußerte Friedman gemäß „Berliner Morgenpost“ vom 01. Oktober 2003, er wolle durch sein Comeback „einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass die politische Kultur in Deutschland aus dem derzeitigen Stillstand, der Langeweile und Verflachung ausbricht“.

Springers „Welt“ wiederum brachte an jenem 01. Oktober 2003 folgende Notiz: „Die Berliner Filmproduzentin Regina Ziegler hatte Montagabend zur Welcome-Back- Party für Michel Friedman, den ehemaligen Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, in ihre Zehlendorfer Villa eingeladen. Bei Ziegler und Ehemann Wolf Gremm trafen sich u. a. CDU-Chefin Angela Merkel, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Filmproduzent Artur Brauner und Bayerns Innenminister Günther Beckstein. Friedman hatte einen Strafbefehl wegen Kokainbesitzes akzeptiert und sich öffentlich bei seiner Lebensgefährtin Bärbel Schäfer entschuldigt.“

Sinnigerweise hatte die Berliner Ziegler-Film GmbH im Jahre 2003 Streifen wie „Rotlicht IV — Im Dickicht der Großstadt“, „Endlich Sex“ und „Alles verspielt — Die Geschichte einer Sucht“ im Produktionsprogramm.

Und „dpa“ meldete am 27. Mai 2005: „Die Berliner Filmproduzentin Regina Ziegler will den ersten Roman von Michel Friedman ‚Kaddish im Morgengrauen‘ verfilmen. Die Filmrechte seien schon verkauft, die Verträge unterschrieben.“


* Nun, ich wüßte nicht, was an dieser Rede antisemitisch gewesen sein soll, zumal auch solche geistlosen Sätze zu finden sind: „Meine Damen und Herren, kein Kundiger und Denkender kann ernsthaft den Versuch unternehmen, deutsche Geschichte weißzuwaschen oder vergessen zu machen. Nein. Wir alle kennen die verheerenden und einzigartigen Untaten, die auf Hitlers Geheiß begangen wurden.“

https://www.heise.de/tp/features/Der-Wortlaut-der-Rede-von-MdB-Martin-Hohmann-zum-Nationalfeiertag-3431873.html

** Eine extrem philosemitische, dem Zeitgeist unterworfene und zudem vollkommen verweltlichte Pfaffenpostille

Deckname „Shalom“ 49

Deckname „Shalom“

Bleibt noch die Frage, wer die geheimnisvolle Macht gewesen sein mag, durch welche die zaudernde Angela Merkel veranlasst wurde, im Fall Hohmann das Henkersbeil zu schwingen.

Hier wird man wohl am zielsichersten auf Friede Springer tippen müssen.

Es liegen starke Indizien dafür vor, dass die Medienkonzernbossin zur politischen Liquidierung Hohmanns den Daumen senkte und Merkel ihr gehorchte.

Friede Springer, 5. Gattin, Witwe und Erbin des Medienzaren Axel Cäsar Springer, steht an der Spitze des größten Zeitungskonzerns Europas.

Werden die seit Herbst 2005 vollzugsreifen Springer’schen Pläne zur Übernahme von Pro Sieben — Sat 1 — Kabel 1 — N 24 — Neun Live“ aus den Händen des amerikanisch – israelischen Finanzakrobaten Haim Saban wahr, herrscht ihr Haus auch über das größte Privatfernsehen-Konsortium des Kontinents. Konzernintern hatte man für den Mega-Deal mit Saban den Decknamen „Projekt Shalom“ auserwählt. Neben der israelischen Anspielung sollte der Code auch für den Vornamen der Chefin stehen.

Apropos Israel: Alle Mitarbeiter des Medienunternehmens Springer werden vertraglich verpflichtet, sich für den jüdischen Staat einzusetzen.

Die Verlegerin, selbst nicht jüdisch, ist Trägerin des Leo-Baeck-Preises des Zentralrats der Juden in Deutschland (2000), des Ehrendoktorhutes der israelischen Ben-Gurion-Universität (2002) und des „Preises für Verständigung“ des Jüdischen Museums in Berlin (2003).

Friede Springers 1985 verstorbener Gemahl, der Medienmogul Axel Cäsar Springer, pflegte zu betonen: „Der Herr hat das jüdische Volk als sein Volk auserwählt, um ihm durch alle Zeiten zu dienen.“*

Die Weisung, dass sich alle Mitarbeiter schriftlich zum Engagement für Israel verpflichten müssen, geht auf ihn zurück. (Eine entsprechende USA-Treue-Klausel ist nach den Anschlägen des 11. September 2001 in die Anstellungsverträge zusätzlich aufgenommen worden.)

Bis 1945 war es allerdings gar nicht weit her mit Axel Springers Philosemitismus.

Er gehörte nach Ermittlungen des Medienforschers Dr. Peter Köpf dem nationalsozialistischen Reichsverband der Deutschen Presse, der nationalsozialistischen Reichsschrifttumskammer und auch dem Automobilclub des Nationalsozialistischen Kraftfahrerkorps (NSKK) an.

Als Redakteur, stellvertretender Hauptschriftsteller und Juniorchef hatte er wesentliche Bedeutung im Verlagshaus seines Vaters Hinrich (genannt: „Heino“) Andreas Theodor Springer und in dessen Medien: „Altonaer Nachrichten“, „Hamburger Neueste Zeitung“, Verlag „Hammerich & Lesser“.

Die NS-Springer-Presse frönte einem widerwärtigen Antisemitismus, dass sich einem der Magen beim Lesen umdreht. Sie hetzte gegen Juden als „Rasse“, deren Angehörige „die Brunnen in Deutschland vergiften“ („Altonaer Nachrichten“, 08. April 1933), richtete Hasstiraden auf den „Judenpöbel“ („Altonaer Nachrichten“, 11. Januar 1937), setzte die Kinder Israel mit „Vampiren“ gleich („Altonaer Nachrichten“, 09. März 1937) oder begeisterte sich titelseitig über die Errichtung des Warschauer Ghettos unter der Schlagzeile „Judenfrage im Gouvernement gelöst“ mit den Worten: „Zum erstenmal seit Jahrhunderten wurde jetzt der Jude zu einem geordneten Lebenswandel gezwungen, der in erster Linie die Pflicht zur Arbeit in sich trägt . . . Die Juden sind als Fremdkörper im Generalgouvernement gekennzeichnet.“ („Hamburger Neueste Zeitung“, 02. August 1940).**

Am Dienst in der Wehrmacht kam Millionärssohn Axel Springer durch eine ärztliche „Attest -Salve“ unter Ausspielen von „Beziehungen“ vorbei (so sein Biograph Claus Jacobi).

Den englischen Besatzern tischte Springer das Märchen auf, er habe „getarnt“ Widerstand gegen Hitler geleistet. Sie glaubten ihm vermutlich kein Wort, konnten in ihm aber einen devoten Gefolgsmann des jeweiligen Zeitgeistes erkennen und statteten ihn mit der Lizenz für die Herausgabe von Medien zur „Umerziehung“ der Deutschen im Sinne der Sieger aus . Also begann der neue Aufstieg des Axel Cäsar Springer.

Obwohl Hitler und die Hitlerzeit in den Springer-Medien von heute immer noch und sogar gesteigert „bewältigt“ werden, hat dort eine Bewältigung der eigenen NS-Belastung nie stattgefunden.

Der bemerkenswerte Lebensweg der Friede Springer, geborene Elfriede Riewerts, von der mittellosen Gärtnerstochter zur Vorsteherin von Europas größtem Medienkonzern, begann 1965: Sie meldete sich, damals 23 Jahre alt, auf die Annonce „Villenhaushalt sucht Kindermädchen“ in Hamburg-Blankenese im Hause des Axel Cäsar Springer und wurde von dessen damaliger 4. Gattin eingestellt. Das Kindermädchen verwandelte sich in die heimliche Geliebte des 30 Jahre älteren Medienmoguls und nach dessen neuerlicher Scheidung 1989 schließlich in seine 5. Ehefrau. „Ich bin sein Geschöpf“, bekennt sie.

In der von Inge Klopfer verfassten Biographie Friede Springers heißt es, dass sie „ständig in der Angst gelebt“ habe, „irgendetwas falsch zu machen, was seinen Unmut hätte erregen können, und dann wieder verstoßen zu werden, wie so viele vor ihr“. Weiter: „Sie lebte Springers Leben. Ein eigenes hatte sie nicht.“

Nach Axel Springers Tod trat Friede Springer 1985 das Erbe an. Als Testamentsvollstrecker wirkte Ernst Cramer, der langjährige enge Weggefährte des verstorbenen Konzernchefs.

Cramer, in Augsburg geboren, als Jude unter Hitler emigriert, war in der Nachkriegszeit in der Uniform eines US-Offiziers für die Vergabe von Presselizenzen in der amerikanischen Besatzungszone Deutschlands zuständig.

Hochbetagt noch verfügt er über maßgeblichen Einfluss im Springer-Verlag.

Wenn er sich nicht an seinen weiteren Wohnsitzen — in Israel bzw. New York (er behielt seine US-Staatsbürgerschaft bei) — aufhält, residiert er in einem Büro gleich vis-à-vis mit jenem Friede Springers im Hauptquartier des Konzerns.


* Welch eine Hybris, selbst der Allmächtige soll der Juden ewiger Knecht sein:

„Denn ein heiliges Volk bist du für den HERRN, deinen Gott; dich hat der HERR, dein Gott, aus allen Völkern erwählt, die auf Erden sind, damit du ein Volk des Eigentums für ihn seist. Nicht deshalb, weil ihr zahlreicher wärt als alle Völker, hat der HERR sein Herz euch zugewandt und euch erwählt — denn ihr seid das geringste unter allen Völkern—, sondern weil der HERR euch liebte und weil er den Eid halten wollte, den er euren Vätern geschworen hatte, darum hat der HERR euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Haus der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. So erkenne nun, dass der HERR, dein Gott, der wahre Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren, auf tausend Generationen; er vergilt aber auch jedem, der ihn hasst, ins Angesicht und bringt ihn um; er zögert nicht, dem zu vergelten, der ihn hasst, sondern vergilt ihm ins Angesicht. So bewahre nun das Gebot und die Satzungen und Rechtsbestimmungen, die ich dir heute gebiete, damit du sie tust!“

5. Mose 7, 6 – 11

** Die Daily Mail berichtete am 10. Juli 1933: „Die deutsche Nation fiel rasch unter die Kontrolle von fremden Elementen. In den letzten Tagen des Vor-Hitler-Regimes waren zwanzig mal so viele so viele Juden Staatsbeamte in Deutschland, wie vor dem Krieg.“

Juden mit internationalen Beziehungen und mit kommunistischer Überzeugung nahmen erfolgreich die deutsche Verwaltung ein.

Als die neue nationalsozialistische Regierung 1933 die Juden aus ihren einflußreichen Stellen entfernt, beginnt der weltweite jüdische Boykott von deutschen Waren.

Der deutsche Boykott von jüdischen Geschäftsangelegenheiten kam im April 1933, nachdem die jüdische Kriegserklärung bereits im März gekannt gegeben wurde.

Wenn sie fragen, was die Deutschen den Juden angetan haben, müssen sie auch immer fragen, was haben die Juden den Deutschen angetan.

Seit 1850, als die Juden alle politischen Rechte in Deutschland erhielten, hatten sie drei Dinge, die wirklich dramatisch sind, getan:

  1. Sie waren eine kleine Minderheit von nur 2 % der Bevölkerung. Als Hitler zur Macht kam, waren es 500.000 unter 60.000.000! Sie waren als eine sehr kleine Minderheit, welche es geschafft hatte 50% aller Medien zu kontrollieren. Sie machten 70 % aller Richter aus und sie hatten einen enormen Einfluß in Film, Theater und in der Literatur, sie waren somit in diesen Bereichen sehr stark und vollkommen überrepräsentiert. Das ist die eine Sache, sie waren also absolut überrepräsentiert so wie heute in England, Frankreich und den Vereinigten Staaten.
  2. Juden waren der Ursprung von vielen katastrophalen finanziellen Bankzusammenbrüchen in Deutschland zwischen 1870 und 1920. In dieser Zeit verursachten sie viele Abstürze, die … da ist alles dokumentiert, es ist also keine Nazipropaganda oder antisemitische oder arabische Propaganda. Viele Bücher wurden über dieses Problem veröffentlicht und dies auch von jüdischen Deutschen. Sie haben dafür gesorgt, daß Millionen von deutschen Vätern ihr Einkommen, ihr Vermögen und ihr Ersparnisse verloren haben, und dies alles aufgrund der Aktivitäten der jüdischen Verbrecher, Banken-Gangster und Spekulanten.
  3. Der dritte Punkt war vom psychologischen Aspekt her der gefährlichste von allen. Sie führten Dekadenz und Unmoral in die deutsche Kunst, Kultur, Theater sowie Film ein. Die ersten homosexuellen Theaterstücke wurden in Berlin aufgeführt. Die ersten Theateraufführungen zum Thema Ehebruch fanden 1880 und 1890 statt und zwar durch jüdische Autoren … und danach alle sexuellen Perversionen. Sadismus, Masochismus, eine Menge Homosexualität, all diese Dinge halt. Und dann die dekadente Kunst, eine Kunst die absolut lächerlich ist, die sogenannte moderne Kunst, und diese wurde von jüdischen Intellektuellen gefördert und dies führte zu einem großen Aufstand der Deutschen. Und sie schreien auch Bücher, in denen das Christentum verspottet und Jesus verhöhnt wurde, und so kam es zu wütenden Reaktionen in Deutschland, dies ist einer der Gründe, warum Adolf Hitler an die Macht kommen konnte.

 

Quelle: The Greatest Story NEVER Told by Dennis Wise

Der Biss der Schwarzen Witwe 48

 

Der Biss der Schwarzen Witwe

Im „Focus“ hieß es am 17. November 2003: „Viele fragen sich, wie es ihnen ergehen würde, wenn sie einen Fehler machten, hat ein Fraktionsvize registriert.“

Der „stern“ fragte am 21. September 2005 in seiner Reportage „Angela Merkel. Der Aufstieg des ‚Mädchens'“ rückblickend: „Könnte Merkel Hohmann deshalb so fix abgehalftert haben, damit sich die konservativen Hinterbänkler in der Fraktion künftig vor der ‚Schwarzen Witwe‘ in Acht nehmen?“

Gemäß dieser „stern“-Berichterstattung soll sich „Angie“ über die Wirkung des Hohmann-Rauswurfs wie folgt amüsiert haben: „Jeder fragt sich jetzt, ob er der Nächste ist, den die kalte Hundeschnauze Merkel absägt.“

Noch am Abend direkt nach der Hohmann-Exekution hatte Merkel in der „tagesschau“ erklärt: „Das Signal, das wir politisch wollten, ist ganz eindeutig.“ Nicht ohne Zynismus fuhr sie fort: „Der Eindruck, man darf seine Meinung nicht sagen, ist natürlich vollkommen falsch. Jeder kann seine Meinung sagen. Nur: Nicht jede Meinung passt in das Programm der CDU.“

Apropos: Beim „Antisemitismus-Seminar“ des Jüdischen Weltkongresses Ende April 2004 in Berlin forderte Merkel: „Keine falsche Neutralität. Keine falsch verstandene Toleranz mit Antisemitismus.“ Wobei der Jüdische Weltkongress und andere zionistisch dominierte Vereinigungen bekanntlich bereits Kritik an Israels überhartem Vorgehen gegen die palästinensische Zivilbevölkerung als Antisemitismus werten.

Weiter erhob Merkel bei der Weltkongress-Tagung die Forderung nach einem „gemeinsamen klaren Rahmen“ in der EU bei der „Bekämpfung des Antisemitismus“. Fraglich ist allerdings, dass es ihr gelingen kann, anderen EU-Staaten, deren Strafrecht keine Delikte nach Art des deutschen Volksverhetzungsparagraphen 130 kennt, auf dem „europäischen“ Umweg Einschränkungen der Meinungsfreiheit aufzudrücken.

Der Biss der „Schwarzen Spinne“ bzw. das Zuschnappen der „kalten Hundeschnauze“ im Falle Hohmann zeigte in der CDU tatsächlich tiefe Wirkung. Alle Andersdenkenden schienen in Schockstarre verfallen zu sein.

So konnte das Zentralratsblatt „Jüdische Allgemeine“ am 04. Dezember 2003 berichten: „Der Fall Hohmann hat die CDU auf dem Leipziger Bundesparteitag nicht lange aufgehalten. In der Aussprache hat nur ein Delegierter ausführlich Partei für Hohmann ergriffen, den wiederum zwei Stellvertretende Parteivorsitzende, Annette Schavan und Jürgen Rüttgers, mit knappen Erwiderungen in die Schranken wiesen.“ Nur ein einziger Aufmucker!

Bei der Sitzung der Fraktion hatten noch 28 CDU-Abgeordnete gegen den Ausschluss Hohmanns gestimmt, 16 sich enthalten, 4 Stimmen waren ungültig. Macht zusammen immerhin 48 Parlamentarier, die noch 14 Tage vor dem Parteitag in dieser Frage der Chefin die Gefolgschaft versagt hatten.

Weiter aber im Text der „Jüdischen Allgemeinen“ vom 04. Dezember 2003: „Der einzige Opponent gegen das Vorgehen der Vorsitzenden im Falle Hohmann argumentierte nicht inhaltlich, sondern formal, nahm die grundgesetzliche Meinungsfreiheit und die christliche Barmherzigkeit zu Hilfe und musste sich anschließend gleich von der stellvertretenden Vorsitzenden Schavan belehren lassen, dass auch die christliche Vergebung zunächst Reue voraussetze, wovon Hohmann kein Anzeichen habe erkennen lassen.“*

„Merkels erstklassige Führungsleistung“, begeisterte sich Jens Peter Paul vom Hessischen Rundfunk in den „tagesthemen“ des 14. November 2003 über den Hohmann-Rauswurf. „Merkel wirft Hetzer raus“„Starke Frau Merkel“ lauteten tags drauf die Jubelrufe der „Bild“-Zeitung. Das Blatt weidete sich an der Vorstellung: „Möglicherweise wird Hohmann im Bundestag ganz nach hinten verbannt. Auf den Platz, wo bis zu seinem Tod FDP-Rebell Jürgen Möllemann saß.“**

Auch an der gnadenlosen Ausschaltung Möllemanns im Zuge seiner heftigen Auseinandersetzung mit dem jüdischen Zentralrats-Vizechef Friedman hatten die Springer-Medien maßgeblichen Anteil. Zu den Hintergründen solchen Engagements gleich mehr.

Belangreich für die Bewertung des Falls Hohmann ist noch die Tatsache, dass der Parlamentarier sich schon lange vor seiner „Tätervolk“-Rede bei Einflussreichen verdächtig gemacht hatte.

Beispielsweise indem er als jemals einziger Bundestagsabgeordneter im Hohen Haus an ein von den Etablierten streng gehütetes Tabu rührte: Er thematisierte 2002, dass der staatliche deutsche Goldschatz (110,8 Millionen Unzen Feingold, entspricht rund 3.500 Tonnen) nur zu einem kleinen Bruchteil in Deutschland aufbewahrt wird, während sich die große Masse der Barren in den Händen des US-Superbankers Alan Greenspan befindet und in den unterirdischen Tresoren von dessen Federal Reserve Bank in New York-Manhattan lagert. Der Schatz war einst „wegen der kommunistischen Gefahr aus dem Ostblock“ nach Amerika verlagert worden und ist dort trotz Wegfalls dieser Bedrohung geblieben. Die offizielle Ausrede lautet, der Rücktransport sei „zu teuer“.***

2000 bereits hatte Hohmann den Jüdischen Weltkongress in Rage versetzt, da er missbräuchliche Verwendung deutscher Wiedergutmachung durch zionistisch dominierte Geldverteilungsorganisationen, insbesondere die Jewish Claims Conference, im Bundestag angesprochen hatte.****

Dass es bei der Weiterleitung der von Deutschland wegen der Untaten in Auschwitz usw. gezahlten Mittel längst nicht immer koscher zugeht, ist in der Tat ein ernstes Problem.

Man denke nur an die Aufdeckungen des New Yorker Professors Norman Finkelstein, Jude auch er, über die Machenschaften einer „Holocaust-Industrie“.

Ginge es bei der internen jüdischen Verteilung der deutschen Milliardenleistungen im Großen und Ganzen mit rechten Dingen zu, wäre auch eine Meldung kaum zu erklären, die am 22. Juli 2005 in der auf Deutsch in Tel Aviv erscheinenden zionistischen Tageszeitung „Israel Nachrichten“ stand. Das Blatt berichtete, Collette Avital, israelische Parlamentsabgeordnete und Vorsitzende des zuständigen Ausschusses der Knesset, habe darüber geklagt, dass — so wörtlich — „ein Drittel der Holocaust-Überlebenden in Israel unter der Armutsgrenze lebt“; Frau Avital bezeichnete diesen Missstand als „eine Schande für die ganze Nation“`*****


* Da irren Sie sich, Frau Schavan – denn über die Kreuzigung Jesu wurde berichtet:

„Und als sie an den Ort kamen, den man Schädelstätte nennt, kreuzigten sie dort ihn und die Übeltäter, den einen zur Rechten, den anderen zur Linken. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun! Sie teilten aber sein Gewand und warfen das Los [darüber].“   

Lukas 23, 33 – 34

Nun, ich wüßte nicht, daß auch nur einer der Soldaten, welche Jesus kreuzigten, Reue darüber empfand bzw. zeigte – und doch vergab er ihnen, zudem weiß ich gar nicht für was Hohmann eigentlich hätte Reue zeigen sollen, … aber klar, Hauptsache mit den Wölfen geheult, mit dem Strom zu schwimmen ist halt bequemer, und bequem wollen es ja Leute wie Sie meist haben.

** Das übliche Niveau der Lizenzpresse halt, wer da auch nur ansatzweise etwas anderes erwartet hatte, der dürfte auch recht einfältig unterwegs gewesen sein.

*** Naja, dies kann man glauben oder auch nicht, der Abtransport des Goldes scheint auf alle Fälle nicht zu teuer gewesen zu sein.

**** Typisch für jüdisch-zionistische Organisationen, anstatt über den Mißbrauch in Rage zu kommen, wird der, welcher den Mißbrauch zurecht anprangert angegriffen, somit wird klar, daß die Hohmann-Rede nur der Anlaß, aber nicht der Grund für seine politische „Hinrichtung“ war, denn er war diesen Leuten schon lange ein Dorn im Auge. Jedenfalls ist die Abzocke an den Deutschen allein schon unerträglich, wie viel mehr der dazukommende Mißbrauch.

https://www.klagemauer.tv/520

***** Dies ist auch der Grund dafür, daß viele sogenannte Holocaust-Überlebende immer wieder gefordert haben, daß die Deutschen selbst diese Gelder auszahlen, da sie zurecht ihren eigenen Organisationen nicht über den Weg trauen.